Allgemeine Fragen

Welchen Einfluss hat eine steigende Anzahl von E-Fahrzeugen auf den Strombedarf in Deutschland?

Eine Million Elektroautos haben einen Strombedarf von ca. zwei bis drei Terawattstunden pro Jahr, was lediglich 0,5 Prozent des deutschen Gesamtstrombedarfs entspricht.

Die erforderliche Strommenge steht der E-Mobilität also nicht im Weg.

Welche Herausforderungen an die Stromnetze ergeben sich durch die E-Mobilität?

Eine steigende Anzahl von Elektroautos stellt eine große Herausforderung an die Stromverteilnetze dar. Engpass ist hier die geforderte Leistung (kW), nicht die Strommenge (kWh).

Wenn mehrere Elektroautos gleichzeitig laden wollen, addiert sich die vom Stromnetz durch die Fahrzeuge angeforderte Leistung. Die sogenannte Spitzenlast steigt erheblich und es droht eine Überlastung des Stromnetzes.

Um diesen Anforderungen gerecht werden zu können, werden hohe Investitionen in den Ausbau der Stromverteilnetze – vor allem in einkommensstarken Orten mit potenziell hoher E-Auto-Dichte – erwartet.

Fragen zum Thema Fahren

Wie viele Kilometer kann ich mit einer Akkuladung fahren?

Aktuelle Elektroautos verbrauchen durchschnittlich zwischen 15 und 20 kWh pro 100 Kilometer. Ein E-Auto mit einer Akkukapazität von 40 kWh kann also pro Akkuladung eine Strecke von ca. 200 – 260 km zurücklegen.

Viele Faktoren beeinflussen jedoch die max. Reichweite mit einer Akkuladung:

  • Temperatur: Die Reichweite von E-Autos nimmt bei niedrigen Temperaturen deutlich ab. Sie kann sich zwischen +20°C und -20°C um fast 50 % verringern.
  • Stromverbraucher: Jeder Zusatzverbraucher im E-Auto wirkt sich auf die Reichweite aus. Licht, Entertainment, Klima/Heizung/Lüftung, elektrische Fensterheber, Sitzheizung usw – jeder Stromverbraucher hat direkte Auswirkungen auf die Reichweite.

Positiv auf die Reichweite wirkt sich hingegen die in Elektroautos eingesetzte Technik der Bremsrekuperation aus. Beim Bremsen oder Verzögern des Fahrzeugs wird Strom erzeugt, der dem Fahrzeugakku zugeführt wird.

Was kann ich tun, wenn unterwegs der Akku meines Autos komplett entladen ist?

Wenn ein E-Auto aufgrund eines leeren Akkus stehen bleibt, hilft leider oft nur, das Fahrzeug abzutransportieren. Da ein E-Auto keinen Leerlauf hat, kann es weder angeschoben noch über Abschleppseil oder -stange abgeschleppt werden. Die angetriebenen Achsen dürfen beim Abschleppen keinen Bodenkontakt haben. Sie sollten das Aufladen des Akkus also möglichst nicht bis auf die letzte verfügbare kWh ausreizen.

Fragen zum Thema Elektrofahrzeuge

Gibt es Förderungen beim Kauf eines E-Fahrzeugs?

Alle Informationen zur aktuellen Innovationsprämie erhalten Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Kann die Batterie eines Elektrofahrzeugs recycelt werden?

Die heute in Elektroautos eingesetzten Akkus basieren überwiegend auf der Lithium-Ionen-Technologie. Je nach Elektrodenmaterial variieren die Leistungs-/Energiedichte und die Lebensdauer. Die meisten Hersteller geben eine Garantie von 8-10 Jahren oder 100.000 km auf die Akkus. Das heißt, dass zum Ende der Garantie noch mindestens 80 Prozent der Nominalkapazität nutzbar sein sollen. Sinkt die Kapazität unter diesen Wert, ist der Einsatz der Akkus für die elektromobile Nutzung nicht mehr sinnvoll.

Das bedeutet nicht, dass die Akkus damit wertlos wären. Für den Einsatz in stationären Speichern, bei denen es nicht so sehr auf Gewicht und Größe ankommt, sind diese Akkus noch bestens geeignet. Sie erwartet also nach dem Einsatz im E-Auto ein zweites Leben als stationäre Speicher – z.B. für die Speicherung von Strom aus einer Photovoltaikanlage.

Wenn schließlich auch das zweite Leben der Akkus zu Ende geht, werden sie recycelt. Schon jetzt haben sich einige Unternehmen darauf spezialisiert, die wertvollen Rohstoffe wie Kobalt, Lithium und Nickel aus alten Akkus zurückzugewinnen.

Ist es ökologisch sinnvoll, ein Elektrofahrzeug zu fahren?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden.
Sicher ist: Ein E-Auto fährt lokal emissionsfrei und kann einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Feinstaubsituation leisten. Allerdings muss auch die Stromerzeugung für den Ladestrom in diese Betrachtung mit einbezogen werden. Aus ökologischen Gründen sollte ein Elektrofahrzeug mit Strom aus Erneuerbaren Energien betrieben werden.

Mit einer eigenen Photovoltaikanlage – idealerweise in Kombination mit einem Stromspeicher – können Sie einen Großteil des benötigten Stroms für Ihr E-Auto selbst und ausschließlich mit der Kraft der Sonne erzeugen. Und damit einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Ist ein Elektrofahrzeug sicher?

Ja! Ein Elektrofahrzeug ist nicht unsicherer als ein Fahrzeug mit herkömmlichem Benzin- oder Diesel-Antrieb. E-Fahrzeuge haben weniger Verschleißteile als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor und sind deshalb auch weniger störungsanfällig. Die häufig erwähnte Angst vor der Fahrzeugbatterie ist unbegründet. Die Batterie entspricht höchsten Sicherheitsstandards und ist nicht gefährlicher als ein mit Diesel oder Benzin gefüllter Tank.

Ist ein Elektroauto störungsanfälliger als Autos mit Verbrennungsmotor?

Nein, ganz im Gegenteil: Elektrofahrzeuge sind grundsätzlich weniger störungsanfällig als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, da sie weniger Verschleißteile enthalten. Elektrofahrzeuge enthalten zudem kein Öl und verfügen weder über eine Abgasanlage noch über ein kompliziertes Getriebe. Dadurch fehlen Komponenten, die häufig anfällig für Störungen sind.

Fragen zum Thema Laden

Wie bezahle ich das Laden an öffentlichen Ladesäulen?

Das ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. An einigen Ladestationen ist das Laden noch gratis. Voraussetzung ist jedoch oftmals eine Chipkarte des jeweiligen Betreibers der Ladestation zur Authentifizierung.

Andere Anbieter arbeiten mit Lade-Apps, in denen sich die Kundinnen und Kunden einmalig registrieren müssen und die Ladevorgänge an den durch die App betriebenen Ladestationen anschließend über Lastschrift berechnet bekommen.
Diese bequeme Methode nutzen wir im Ladeverbund E-TANKEN.

An allen öffentlichen Ladestationen ist außerdem die Möglichkeit des ad-hoc-Ladens verpflichtend. Das bedeutet, dass jede E-Mobilistin und jeder E-Mobilist die Möglichkeit haben muss, ohne vorherige Bindung an den Betreiber die Ladestation nutzen zu können. Hierzu muss oft ein QR-Code am jeweiligen Ladepunkt abgescannt werden, der die Fahrerin oder den Fahrer durch ein Online-Menü leitet, in dem sie/er ihre/seine Kreditkartendaten angibt oder anderen Zahlungsmethoden (z.B. Paypal) zustimmt. Der anschließende Ladevorgang wird dann zu den vereinbarten Konditionen und Bedingungen abgerechnet.

Was ist der Unterschied zwischen öffentlicher, halböffentlicher und privater Ladeinfrastruktur?

Öffentlicher Bereich: Die Ladestation ist 24/7 – also jederzeit für jedermann – zugänglich, z.B. auf öffentlichen Parkplätzen. Im öffentlichen Bereich werden fast ausschließlich Wechselstrom-Ladesäulen (Normalladen bis 22 kW Ladeleistung) oder Gleichstrom-Ladesäulen (Normalladen bis 22 kW oder Schnellladen > 22 kW) eingesetzt. Ladestationen im öffentlichen Bereich müssen die Vorgaben der „Ladesäulenverordnung“ und deren „Erster Verordnung zur Änderung der Ladesäulenverordnung“ erfüllen.

Halböffentlicher Bereich: Die Ladestation ist nur für bestimmte Nutzergruppen zugänglich, z.B Kunden von Ladengeschäften, Parkhäusern etc. Im halböffentlichen Bereich kommen Ladesäulen (Wechsel- und/oder Gleichstrom) oder Wallboxen zum Einsatz.

Privater Bereich: Die Benutzung privater Ladeinfrastruktur ist ihrem Besitzer vorbehalten, z.B. zuhause. Im privaten Bereich werden hauptsächlich Wallboxen (Wechselstrom-Normalladen) eingesetzt.

Was ist der Unterschied zwischen Normalladen und Schnellladen?

Normalladen: Ladeleistungen bis einschließlich 22 kW (Wechselstrom oder Gleichstrom) werden als Normalladen definiert.

Schnellladen: Bei Ladeleistungen über 22 kW (meist Gleichstrom) spricht man von Schnellladen. Schnellladesäulen müssen mit angeschlagenem Kabel ausgestattet sein (das Kabel muss fest mit der Ladesäule verbunden sein).

Was ist der Unterschied zwischen einer Wallbox und einer Ladesäule?

Wallboxen sind wandhängende Geräte, die in der Regel im privaten oder halböffentlichen Bereich installiert werden. Sie arbeiten mit Wechselstrom und werden meist mit Ladeleistungen von 3,7 kW bis zu 22 kW angeboten.

Ladesäulen werden auf einem Fundament überwiegend im öffentlichen oder halböffentlichen Bereich aufgestellt. Sie arbeiten mit Wechselstrom und Ladeleistungen von zumeist bis zu 22 kW (Normalladen) und/oder Gleichstrom mit Ladeleistungen > 22 kW (Schnellladen). Einige Hersteller bieten Kombisäulen (Schnellladen oder Normalladen) an, an denen das Laden sowohl mit Gleichstrom als auch mit Wechselstrom möglich ist. Mittlerweile gibt es bundesweit vereinzelt sogar Schnellladesäulen mit einer Ladeleistung von 350 kW.

Wie lange dauert es, ein Elektroauto aufzuladen?

Für die Ladezeit beim Laden mit Wechselstrom spielt vor allem der im E-Auto verbaute Lader (On-Board Charger) eine wesentliche Rolle. Die Spanne der möglichen Leistung reicht hier von 3,7 kW bis 43 kW. Wie schnell das Fahrzeug lädt, hängt aber von zwei weiteren Komponenten ab: der Ladestation und dem Ladekabel. Die Komponente mit der schwächsten Leistung bestimmt dabei die Ladegeschwindigkeit. Ein E-Auto mit einem 3,7 kW Lader kann also trotz Anschluss an einer 22 kW Wechselstrom-Ladesäule nur maximal 3,7 kWh pro Stunde laden.

Beim Laden mit Gleichstrom wird der im Auto verbaute Lader umgangen. Ladesäulen, die Gleichstrom-Schnellladen anbieten, haben ein angeschlagenes Kabel (ähnlich wie eine herkömmliche Zapfsäule). Beim Laden mit Gleichstrom gelangt der Strom mit der vollen zur Verfügung stehenden Leistung und ohne den Umweg On-Board Charger direkt in den Akku des E-Autos. Aber Vorsicht: Um ein E-Auto mit Gleichstrom laden zu können, muss es über die eine entsprechende „Ladesteckdose“ verfügen (CCS- oder CHAdeMO-Standard). Zusätzlich kann der Akku beim Laden mit hohen Leistungen im Gleichstrom stark strapaziert werden.

Kann ich ein Elektrofahrzeug bei mir zuhause laden?

Ja. Wenn Sie eine Garage oder einen festen Stellplatz haben, empfiehlt es sich, eine sogenannte Wallbox installieren zu lassen. Damit können Sie sicherer und – je nach Ladeleistung der Wallbox und dem im Auto verbauten Lader –  auch schneller laden, als über eine normale Steckdose, die nur im Notfall zum Laden verwendet werden sollte. Eine Wallbox kann auch intelligent in das Hausenergiesystem eingebunden werden, sodass das Auto z. B. durch die eigene Photovoltaikanlage – idealerweise in Kombination mit einem Stromspeicher – geladen wird. Zudem steigert die Wallbox die Sicherheit des Ladevorgangs durch die technische Überwachung des Ladens.

Fragen zum Thema E-Roller

Welchen Führerschein benötige ich in Deutschland, um den E-Roller fahren zu dürfen?

Sie dürfen den E-Roller mit einem Kleinkraftrad- (Roller und Mopeds bis 45 km/h, Klasse M) oder einem Leichtkraftradführerschein (bis 80 km/h, Klasse A1) fahren.
Außerdem sind Sie berechtigt den E-Roller mit dem Führerschein ab 17 Jahren (auch ohne Begleitung) sowie mit einem Auto- bzw. Motorradführerschein (1a, 1, 2, 3, A, B oder C) zu fahren.

Wie kann ich den Elektroroller aufladen?

Der E-Roller hat einen herausnehmbaren Akku, den Sie an jeder Schuko-Steckdose (230V Haushaltssteckdose) aufladen können.

Welche Steigung schafft der E-Roller?

Sie können den E-Roller auf asphaltierten Straßen mit Steigungen von bis zu 18% (etwa 10°) nutzen.

Kann ich auf dem E-Roller einen Beifahrer mitnehmen?

Ja, Sie können problemlos zu zweit auf dem E-Roller fahren.

Wo kann ich Wartungen und Reparaturen des E-Rollers durchführen lassen?

Die wichtigsten Wartungs- und Reparaturarbeiten können in regionalen Werkstätten durchgeführt werden. In Gießen beispielsweise bei der Firma Ludwig Fetzer GmbH & Co. KG – Bosch Car Service Fetzer in der Steinstraße 81-83, 35390 Gießen.

Wie ist der optimale Reifendruck des E-Rollers?

Wir empfehlen einen Reifendruck von 2,5bar

Benötigt der E-Roller Motoröl?

Nein, der Motor des E-Rollers benötigt kein Motoröl.

Sind Bremsgeräusche normal?

Ja, es ist normal, dass Sie leicht schleifende Bremsgeräusche hören. Diese Geräusche entstehen bei allen Arten von Rollern, durch den geräuschlosen Antrieb sind sie bei E-Rollern aber zu hören. (Bei Rollern mit Verbrennungsmotor übertönen die Motorgeräusche die Bremsgeräusche)

Fragen zum Thema E-Dach & E-Speicher

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